Nick Przesang: „Ich fand Jürgen Klinsmann als Kind sehr cool“

von Marcel Peters

Nick Przesang wechselte nach der A-Jugend von seinem Jugendverein SC Borsigwalde zum Frohnauer SC. Nach den Stationen Nordberliner SC und Füchse Berlin kehrt er zu kommenden Saison zurück an den Poloplatz. Der Vollblutstürmer eifert seinem Vorbild Jürgen Klinsmann nach und versucht ab sofort bei seinem neuen/alten Club möglichst viele Tore zum Erfolg beizusteuern.

Nick, wie bist du damals zum Fußball gekommen?

Als kleines Kind ist man mit den Nachbarskindern immer rausgegangen und da wurde natürlich Fußball gespielt. Dann hat man sich im Verein angemeldet und davon bin ich dann natürlich auch nicht mehr losgekommen. Bis zu A-Jugend habe ich beim SC Borsigwalde gespielt, im Männerbereich bin ich dann zum Frohnauer SC gewechselt.

Letzte Woche veröffentlichte FuPa einen Artikel, in dem dein erneuter Wechsel zum Frohnauer SC angekündigt wurde. Hast du deine neuen Mitspieler schon kennenlernen dürfen?

Ja, das erste Training ist absolviert und der erste Muskelkater lässt schon grüßen. Aber ich habe einen durchweg positiven Eindruck, mit der Bestätigung, dass es die richtige Entscheidung war.

Deine ersten Erfahrungen im Männerbereich hast du ebenfalls beim Frohnauer SC gesammelt. Nun führt dich der Weg zurück an den Poloplatz. Wie kam der Kontakt zustande und was hat dich überzeugt zurück zu kehren?

Seit Olaf Jahn wieder Trainer dort ist, habe ich den Weg von Frohnau mit einem Auge verfolgt. Zur neuen Saison wollte ich mich einfach verändern und bin dann auf Ihn zugegangen und der Rest hat sich automatisch entwickelt.

Der FSC hat letztes Jahr in der Bezirksliga für Furore gesorgt – wie schätzt du die Möglichkeiten auch in der kommenden Saison eine gute Platzierung zu erreichen ein?

Das kann ich dir nicht genau beantworten. Ich schätze die Staffel als ziemlich ausgeglichen ein. Das was ich dir sagen kann, ist, dass ich mit dem Team oben dabei sein will! Im Männerbereich scheint man nun endlich wieder im Aufwind, auch wegen der starken Jugendarbeit.

Kann in Frohnau kurzfristig etwas Großes entstehen oder möchte man die „Jungen Wilden“ langsam und behutsam aufbauen?

Der langfristig eingeschlagene Weg ist es, auf die eigens ausgebildeten Jugendspieler zu setzen. Es kommen in den nächsten Jahren starke Jahrgänge. Auch in diesem Jahr stoßen vier Jugendspieler hinzu, die einen hervorragenden 2. Platz in der Verbandsliga erspielt haben. Wenn diese Jahrgänge gehalten werden können, könnte sich etwas „Großes“ und erfolgreiches entwickeln.

Du konntest bei deinen Stationen Frohnauer SC, Nordberliner SC und den Füchsen Berlin schon reichlich Erfahrung sammeln. Bist du beim Training und im Spiel eher ein Einzelgänger oder wirst du deine Erfahrungen an die Jungen Spieler weitergeben?

Ich stoße zu einem eingeschworenen Team hinzu, das letzte Saison super funktioniert hat. Klar werde ich versuchen, mich positiv einzubringen. Wenn ich an manchen Punkten mit meiner Erfahrung helfen kann, mach ich das natürlich.

Erfahrungen hast du bestimmt auch mit Erfolgen und Rückschlägen machen können?

Die beiden größten persönlichen Rückschläge waren meine beiden Schlüsselbeinbrüche, die sehr kurz hintereinander auftraten und mich sehr weit zurückwarfen. Meine persönlichen Erfolge waren eigentlich immer auch Teamerfolge. Dazu zählen Aufstiege in der Jugend oder auch im Männerbereich. Speziell die Vizemeisterschaft bei der Deutschen Polizeimeisterschaft war im Nachhinein ein sehr geiler Erfolg.

Unabhängig vom Frohnauer SC – Was möchtest du persönlich noch erreichen?

Ich würde ganz gerne die Erfahrung Oberliga machen. Das würde mich schon reizen, aber für mich ist es halt schwer das mit meinem Beruf unter einen Hut zu bringen.

Oberliga als das höchste der Gefühle? Wann hast du gemerkt, dass es mit dem Traum vom Profisportler nichts wird?

Die Option bestand nie und mir war auch früh klar, dass es viele andere gab und gibt, die viel besser waren und sind als ich.

Auch wenn es mit dem bezahlten Profisport nicht klappte wirkst du auf dem Spielfeld sehr ehrgeizig?

Fußball ist für mich schon sehr viel. Wir befinden uns zwar im Amateursport, trotzdem hat es mir immer am meisten Spaß gemacht, wenn „ordentlich“ und „strukturiert“ trainiert und gespielt wurde und jeder mit Ehrgeiz bei der Sache war. Ich nenne es mal übertrieben „professionellen Amateursport“.

Von welchen Trainern konntest du am meisten lernen und mitnehmen?

Das sind Olaf Jahn, Guido Perschk und Robert Pocrnic gewesen. Mit Olaf Jahn darf ich ab dieser Saison wieder zusammenarbeiten, was auch einer der Hauptgründe für den Wechsel zurück war. Jahn und Perschk zeichnet einfach aus, dass sie einer Mannschaft eine Taktik implizieren, Spieler gezielt ansprechen und deren Fehler korrigieren können. Das Coaching auf dem Platz und in der Kabine ist bei beiden schon sehr gut. Robert Pocrnic durfte ich im Rahmen der Polizeiauswahl und -Meisterschaft kennenlernen. Es war einfach beeindruckend mitzuerleben, wie er aus Spielern, die in etlichen Berliner Vereinen spielen, in einer sehr kurzen Zeit einen so verschworenen Haufen formen konnte und die Spieler mit seiner Art packen konnte.

Welche Vorbilder hast du und warum?

Ich fand Jürgen Klinsmann als Kind sehr cool. Der hat aus seinen Möglichkeiten das optimale herausgeholt und er hat es immer wieder geschafft, aus seinen wenigen Ballkontakten, eine Vielzahl an Tore zu erzielen. Ihm bin ich dann von Anfang an nachgeeifert.

Das Interview führte Marcel Peters

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