DJK SW Neukölln setzt auf Kontinuität

In den letzten Wochen und Tagen haben sich schon etliche Spieler zum DJK SW Neukölln bekannt und nun folgen weitere sechs: Timo Osinski, Marco Fink, Ricardo Rätsch, Tobi Schmidt, Chris Ruden und Leon Michalke werden auch in der Saison 2017/18 für den Berlin-Ligisten auflaufen.

Bei Ricardo Rätsch, der sich bis zu seiner Verletzung an der Schulter einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld ergattert hatte, bestanden kaum Zweifel wo die Reise für ihn hingeht. “Für mich war schnell klar, nach den Gesprächen mit den Trainern, dass ich hier bleibe. Wir haben in den letzten Jahren und  Monaten so viel erlebt, alles mitgemacht, vieles überstanden und sind nun als Team auch wesentlich stärker geworden. Daher sehe ich mich weiterhin hier und freue mich auch auf das was kommt.”

Bei Timo Osinski stellte es sich etwas anders dar. Der 29-Jährige hat beruflich viel zu tun und dachte kurzfristig sogar daran aufzuhören. “Doch der Fußball ist auch ein Ausgleich für mich, der Gedanke war also nur sehr kurz und ein anderer Verein kommt für mich mit 29 nicht mehr wirklich in Frage – also bleibe ich dem Verein und der Mannschaft treu. Wir haben uns ja in der Rückrunde auch gesteigert und der Spaß ist wieder da, das ist natürlich auch ausschlaggebend”, so Osinski.

“Timo ist ein ganz wichtiger Spieler für uns und wir sehen, wie auch er in den letzten Monaten wieder zur alter Stärke zurückgefunden hat. Er ist der Lenker in unserem Mittelfeld und unverzichtbar als Spieler, Vizekapitän und Mensch”, so der Trainer Ben Kandler.

Auch bei Marco Fink ist es die Zeit, die immer wieder eine Rolle spielt. Der ehemalige Oberligaspieler denkt aber wie Osinski nicht ans Aufhören. “Bei mir ist der Ehrgeiz immer noch so hoch, dass ich auf den Fußball nicht verzichten möchte. Andere Angebote waren da, aber es gab keine Gründe etwas zu verändern, ich weiß das ich gebraucht werde und ich möchte mit der Mannschaft weiterhin den größtmöglichen Erfolg haben.”

Die Spielzeiten des 19-jährigen Chris Ruden waren zurückblickend sehr überschaulich und doch sind sowohl Spieler als auch der Trainer froh, dass die gemeinsame Zeit weiter geht: “Ich fühle mich sehr wohl in der Mannschaft und sehe hier für mich die beste Entwicklungsmöglichkeit als junger Spieler. Klar möchte man immer mehr Einsatzzeiten bekommen, aber es war mein erstes Männerjahr und ich bemerke bei mir Fortschritte und das zählt”,so Ruden.

“Für uns Trainer ist es wichtig, dass so talentierte Spieler wie Chris bei uns bleiben. Er hat eine große Konkurrenz auf seinen Positionen und das weiß er. Unser Ziel muss es sein, ihn immer näher an die Startplätze heranzubringen, wir sehen seine Entwicklung und seinen Willen und wollten deshalb auch, dass er weiter bei uns spielt”, so Co-Trainer Baris Karadag.

Bei Leon Michalke hat vor allem eines Priorität: “Verletzungsfrei zu bleiben, das ist für mich das Wichtigste, dann kann ich auch die entsprechenden Leistungen bringen um der Mannschaft zu helfen.” Und in der Tat, Michalkes Weg bei den Neuköllner ist seit Jahren immer wieder von kleinen Blessuren gepflastert. “Das ist natürlich immer wieder schade für ihn, aber es zeigt auch seinen Charakter, sich immer wieder ranzukämpfen” so Ben Kandler und ergänzt “ist Leon aber fit, wird es schwer an ihm vorbeizukommen und genau das ist auch der Grund,warum es so wichtig war, dass er bleibt.”

Tobi Schmidt hat wohl eine für sich sehr aufregende Saison erlebt. In der Hinrunde noch überwiegend auf der Außenbahn eingesetzt und sehr leistungsschwankend, fungierte er ab der Rückrunde als zentraler Stürmer bei den Neuköllnern und schoss in den zurückliegenden Spielen neun Tore. Eine Ausbeute, die bei 15 Matches in der Rückrunde durchaus positiv zu bewerten ist. “Es hätten schon ein paar mehr sein müssen, wenn man ehrlich ist”, so Schmidt. Mit seinen 21 Jahren gehört “Schmidti”, wie ihn alle rufen, zum jüngeren Kreis der Mannschaft und wird auch in der nächsten Saison bei DJK auf Torejagd gehen.

Sein Trainer sieht das ähnlich: “Er hat seine Sache vorne gut gemacht, aber man merkt, dass ihm noch die Ruhe und die letzte Konzentration fehlt vor dem Tor. Allerdings muss man berücksichtigen, dass Tobi vorher ein reiner Außenbahnspieler war und wir erst im Winter auf die Idee kamen, ihn nach vorne zu ziehen. Das braucht Zeit und die bekommt er weiterhin bei uns. Wir sehen die richtigen Schritte bei ihm und dass er noch einiges lernen muss, aber das wird er, denn das Potenzial ist vorhanden. 14 bis 18 Tore traue ich ihm zu in einer Saison – wenn der Wille da ist. Für uns war es wichtig, dass er bei uns bleibt und den Weg weiter geht”, so Kandler.

Bei den Neuköllner beginnt die Saisonvorbereitung am 05.07.2017. Co-Trainer Baris Karadag dazu: “Bis dahin ist es unser Ziel, den Kader komplett zu haben und es sieht gut aus, dass wir es sogar schon früher schaffen. Wir werden uns punktuell noch Verstärkungen holen, aber das Vertrauen in den bestehenden Kader ist sehr hoch und wir werden gemeinsam da noch einiges herausholen.”

Text: Ben Kandler | Foto: Alexander Rabe

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