BFC-Kapitän Bilal Cubukcu: „Wir haben die Qualität für den Aufstieg“

von Marcel Peters

Bilal Cubukcu wechselte vor der Saison vom SV Babelsberg 03 zum BFC Dynamo. Im Interview spricht er über die Gründe seines Wechsels, das DFB-Pokal Spiel gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 und seinen Trainer, der Profi-Erfahrung vorweisen kann.

Hallo Bilal, ich erwische dich gerade zwischen den beiden Trainingseinheiten. Sind zwei Einheiten normal bei euch?

Das haben wir schon häufiger, mindestens zwei bis drei Mal die Woche haben wir zwei Trainingseinheiten.

Dann ist das wie ein Full-Time-Job oder gibt es durch den Verein noch einen organisierten Job?

Nein, ich spiele ausschließlich Fußball.

In der Regionalliga gibt es eine englische Woche, warum habt ihr aber spielfrei, sind das schon die ersten Vorbereitungen um mit voller Kraft in das DFB-Pokalspiel zu gehen?

Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Ich kann dir nicht sagen, warum wir spielfrei haben und erst nächsten Mittwoch spielen.

Ok, aber welche Gefühle kommen bei dir auf, wenn du hörst: „DFB-Pokal“, „Schalke 04“ und „Volles Haus“?

Da ist natürlich eine riesige Vorfreude in mir. Schalke 04 ist ein geiles Los für uns und sorgt für ein volles Haus. Die Anspannung ist da, aber das wird ein absolut geiles Spiel.

Du hast letzte Saison nicht zum Gewinn des Berliner Pilsner-Pokals beigetragen, denn dein Arbeitgeber war noch Babelsberg. Wie kam es zum Wechsel nach Hohenschönhausen?

Das hatte einige Gründe, aber ich bin auf jeden Fall im Guten gegangen, da gibt es keine Probleme. Ich wollte unbedingt bei einem Verein mit Ambitionen spielen, das war ausschlaggebend. Hier wollen alle erfolgreichen Fußball spielen und haben große Ziele. Das gefällt mir und dafür spiele ich Fußball.

Was möchtest du persönlich beim BFC erreichen?

Am liebsten würde ich alles was mit Erfolg zu tun hat erreichen. Dazu zählen natürlich der Aufstieg und der Pokalsieg. Wir hätten auf jeden Fall das Zeug und die Qualität dafür in unseren Reihen.

Das hört sich nach einem Plan an und dann wurdest du gleich ausgewählt das Team anzuführen.

Ja, ich habe auf jeden Fall die Erfahrung diese Verantwortung zu übernehmen. Ich bin außerdem einer, der andere Spieler mitzieht, das hat der Trainer gleich gemerkt. Ich bin ein bisschen das Herz der Mannschaft. Durch meine gesammelte Erfahrung und mein Auftreten generell bin ich eine Respektperson, komme auch gut mit dem Trainer zu Recht. Er hat mit mir gesprochen und sich dann für mich entschieden.

Im ersten Spiel lief es aber bis zur Halbzeit nicht rund. 0:1 stand es in Luckenwalde, in der zweiten Halbzeit konntet ihr dann aber die passende Antwort liefern und die Partie drehen. Hat der Trainer da die richtigen Worte gefunden?

Man muss das so sehen, es war unser erstes Pflichtspiel, das erste Punktspiel der Saison. Auf dem Feld standen acht, neun neue Spieler. Du stehst auch unter einem gewissen Druck, es kann nicht alles klappen. Unser Glaube war aber immer da, in der Halbzeit haben wir uns alle gepusht, auch der Trainer hat wichtige Worte an uns gerichtet. Wir hatten immer das Gefühl noch zu gewinnen und haben schlussendlich verdient gewonnen.

Mit René Rydlewicz habt ihr einen Trainer, der selber genug Erfahrung im Profibereich gesammelt hat. Ist das für euch als Spieler ein Vorteil?

Auf jeden Fall, das ist definitiv ein Vorteil, wenn der Trainer in seiner Karriere selber erfolgreich Fußball gespielt hat. Er konnte dadurch eine Menge Erfahrung sammeln und weiß wie es im Geschäft abläuft. Ich habe während meiner Karriere festgestellt, dass ein Trainer mit Erfahrung besser, er kann einfach besser mit den Spielern umgehen und Sie besser erreichen, denn er kann sich aus seiner Profikarriere in die Situation der Spieler hineinversetzen.

Wer wird am Ende der Saison ganz oben stehen? Geht der Meistertitel nur über Energie Cottbus?

Natürlich ist Energie eine gute Mannschaft und wird auf jeden Fall um den Titel mitspielen, aber auch wir haben das Zeug dazu. Wir werden in jedem Spiel alles für den Erfolg geben und gucken dann wo wir am Ende landen. Wir wollen auf jeden Fall den maximalen Erfolg.

Ich danke, dass du dir die Zeit genommen hast und viel Spaß bei der zweiten Einheit.

Das Interview führte Marcel Peters. Foto: Verein

 

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